Dörflinger und Hagel sind sich einig: Der Landkreis Biberach soll beim Polizeipräsidium Ulm bleiben

Evaluation der Polizeireform – Landkreis Biberach ist fundamental für das Polizeipräsidium Ulm – Landtagsabgeordnete aus dem Alb-Donau-Kreis und Biberach warnen vor vorschnellen Entscheidungen

„Die Polizeiliche Kriminalstatistik hat es gezeigt: Das Polizeipräsidium Ulm ist einer der Spitzenreiter, wenn es um die Aufklärung von Straftaten geht. Daher rufe ich die Lenkungsgruppe der Polizeireform dazu auf, den bisherigen Zuschnitt des Präsidiums zu belassen“, appelliert Manuel Hagel MdL heute in Stuttgart.

In vielen Gesprächen mit den Polizeibeamten aus dem Alb-Donau-Kreis vor Ort wurde vor allem die gute Zusammenarbeit mit den Beamten aus dem Landkreis Biberach herausgehoben. Eine Umsiedlung des Landkreises Biberach zu einem oberschwäbischen Polizeipräsidium wäre das absolut falsche Zeichen. Bewährte Strukturen gelte es zu beizubehalten, so Manuel Hagel weiter.

Dass sich die bestehenden Strukturen grundsätzlich bewährt haben, bestätigt auch der Biberacher CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger. „Aus dem Landkreis Biberach kommt das eindeutige Signal, dass man weiterhin im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ulm bleiben möchte. Dieses Anliegen unterstütze ich mit voller Kraft. Wichtig ist mir zudem, dass der Landkreis im Ganzen beim Ulmer Präsidium verbleibt“, so der Abgeordnete. Eine Zerstückelung wäre hier kein Gewinn.

Dörflinger führt weiter ins Feld, dass der Landkreis Biberach in vielen Bereichen strukturell in die Ulmer Region ausgerichtet sei. Als Beispiele nennt er den Regionalverband Donau-Iller mit Sitz in Ulm, die Handwerkskammer Ulm und die Industrie- und Handelskammer Ulm. Zudem sei man im Durchschnitt vom Landkreis Biberach aus auch schneller in Ulm als in Ravensburg. Gegen Ende März wollen die Experten des Lenkungsausschusses zur Überprüfung der Polizeireform ihre Empfehlungen an den Innenminister Thomas Strobl (CDU) übergeben.